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Der verlorene Staat

Franklin ist der verlorene Staat, von dem die meisten Amerikaner noch nie etwas hörten.
Wo liegt Franklin und was hat es mit Franklin auf sich?
Franklin liegt im heutigen Osten des Staates Tennessee. Im Jahr 1784 erklärte sich die 117.000 km2 große Region unabhängig und benannte sich nach Benjamin Franklin, in der Hoffnung, daß die Unabhängigkeit von den bereits bestehenden Staaten als 14. Bundesstaat anerkannt wird.
Der Plan ging nicht auf, in 1790 nahm North Carolina das Land wieder zurück, das schließlich das Land an Tennessee abgab.
Hätten Sie's gewußt?

 

Liebe Seitenbesucher,  

hinter dem American Way of Life steckt mehr als Cheeseburger und Coca-Cola. Dahinter verbergen sich auch Gastfreundschaft und Hilfs­be­reitschaft.

Kaum ein anderes Land der Welt steht neuen Dingen und Personen aller Kulturkreise so offen gegenüber wie die USA. Grund dafür ist ihre Geschichte. Die Ureinwohner, Einwanderer und nicht zuletzt die Sklaven brachten alle ihre eigene Kultur mit in dieses riesige Land. Über die Jahrhunderte vermischten sie sich, so daß die Vereinigten Staaten auch eine Vereinigung der Völker wurde. Deshalb wird man oftmals auch nicht als Tourist sondern als Amerikaner mit deut­schem Akzent erkannt. Von dieser Harmonie und Sympathie an der Westküste beflügelt, kehr­ten wir von unserem ersten Westcoast-Trip nach Deutschland zurück. Beeindruckt erzählten wir unseren Freunden und Familien von unseren Erlebnissen und den atemberaubenden Natur­eindrücken, die sich in un­sere Gedächtnisse tief eingebrannt hatten und in heimi­scher Umgebung zu beträchtlichem Fernweh führten.

Nur wenige Tage nach der Rückkehr von unserer ersten Tour planten wir bereits die nächste Reise in den Westen der USA. Für uns stand fest, daß wir noch viel mehr sehen müßten. Wie viele andere zuvor hatte auch uns das Westküstenfieber gepackt und ließ uns nicht mehr los.

Aufgrund unserer Erfahrungen und Abenteuer, die wir in den letzten Jahren erleb­ten, begannen wir bereits vor einiger Zeit mit ersten Auf­zeichnungen. Wir wollten mehr wissen, als die günstigste Strecke von A nach B. Schließ­lich drängte es uns in Erfahrung zu bringen, warum A heute dort existiert und welche Geschichte hinter B steckt.

Es scheint unnötig zu bemerken, daß man Zeit braucht, um den Westen zu erfahren. Die Distanzen sind weiter und der Lebensstil anders.

Sie werden, wenn Sie sich ein bißchen Zeit nehmen, auch das Out of Ro­senheim-Feeling kennenlernen: In der Mitte von Nirgend­wo unterhalten Sie sich mit einem Amerikaner über das Leben und ver­lieren das Gefühl für Zeit. Sie werden ein Teil der Unendlichkeit, des Raumes und des Freiheitsgedankens dieses Landes.

Tauchen Sie ein in die Welt, die Sie bisher nur aus Filmen und Werbe­spots kannten und erleben Sie das echte Amerika.

Have a nice time and enjoy your trip!

 

 

Great Sand Dunes National Monument

In dem 125 km² großen Tal, am Fuße der südlichen Rocky Mountains türmen sich braune Sanddünen bis zu einer Höhe von fast 200 m vor dem Auge des Betrachters auf.

Verantwortlich für das ständige Neuan­schütten des Sandes und die Wanderungen der Dünen ist der ewig wehende Wind.

Der Ursprung des Sandes sind die vulkanischen San Juan Mountains im Westen.

Wer sich schon immer einmal eine Sanddüne hinabrollen wollte, be­kommt in diesem Park die Gelegenheit dazu. Denn hier sind jegliche Off-Road Fahrzeuge abseits befestigter Straßen verboten. Eine limitierte Anzahl von Privatveranstaltern bieten zwar geführte Off-Road Touren am Rande des Na­tional Monuments an, dennoch wird niemand durch knatternde Motoren gestört.

Wer sich gerade in der Nähe befindet, sollte unbedingt dem National Monument einen Besuch abstatten. Die be­ein­druckendste Wü­sten­landschaft bleibt jedoch das White Sands National Mo­nument in New Me­xico.

 

 

Utah

Vernal

Vernal gehörte zum Arbeitsgebiet von Robert Parker und Harry Long­baugh. Diese beiden Herren dürften Ihnen unter den Namen Butch Cassidy und The Sundance Kid bekannter sein.
Die beiden Anführer der Wild Bunch raubten hier mit ihrer Bande in den 90ern des 19. Jahr­hunderts Banken aus und überfielen Züge, um Teile ihrer Beute den Armen und Unterdrückten zukommen zu lassen.
Zu Ehren dieser Robin Hoods des Wilden Westens findet alljährlich im Juni der sogenannte Butch Cassidy Outlaw Trail Ride statt.

Die Stadt mit rund 8000 Einwohnern hat aber eine wahrliche Besonderheit in Form eines Gebäudes. Es handelt sich nicht um das älteste, höchte, breiteste etc. Gebäude sondern um das, dessen Backsteine auf dem Postweg vom Hersteller nach Vernal gelandet sind.
Die heutige Filiale der Zions Bank (Hinweis: dieser Text wurde im November 2009 geschrieben und bei dem heutigen Bankensterben in den USA ist es möglich, daß es diese Bank in den nächsten Wochen oder Monaten vielleicht auch schon nicht mehr gibt.) sitzt im Gebäude der ehemaligen Bank of Vernal. Für alle Fälle auch mal gleich die Adresse der Bank: 3 West Main Street.
Als das Backsteingebäude von W.H. Coltharp zu Ehren seines Vaters geplant wurde, wollte er Backsteine von einer Firma aus Salt Lake City zum Bau der Fassade nutzen. Auch wenn Salt Lake City nur rund 120 Meilen Luftlinie entfernt ist, sollte der Transport der Backsteine mehr als das Vierfache der Backsteine selbst kosten. Das war Mr. Coltharp zu viel. Allerdings wollte er dennoch die Backsteine der Salt Lake Pressed Brick Company benutzen. Nach vielem Rechnen stellte er schließlich fest, daß die preisgünstigste Methode die Backsteine nach Vernal zur Baustelle zu bekommen per Post ist.
Tatsächlich wurden auf dem Postweg 80.000 Backsteine für den Bau des Gebäudes verschickt und zwar in Paketen zu je sieben Backsteinen. Der arme Briefträger mußte also über 11400 Pakete zu je 50 Pounds (rund 23 Kilogramm) liefern. Aber um den armen Kerl nicht umzubringen, waren es "nur" 40 Pakete pro Tag.
Wie es bei der Post so üblich ist, war die Zustellung nicht gerade die schnellste, dennoch kamen alle Pakete an. Das hätte man doch heutzutage auch noch gerne. Der Weg, den jedes dieser Pakete zurücklegen mußte war immerhin knapp 420 Meilen lang.
Da das Porto für diese Pakete sehr günstig war, und sich die Nachricht der Backsteinverschickung per Post rumsprach, wollte die US Regierung vermeiden, daß weitere Bauherren den US Postal Service als Lieferant für Baumaterial mißbrauchen und reduzierte das maximale Gesamtgewicht aller Tageslieferung per Post auf 200 Pounds und zwar mit der Begründung:
it is not the intent of the United States Postal Service that buildings be shipped through the mail. Es ist nicht der Sinn des United States Postal Services das Gebäude per Post verschickt werden.

 

Willkommen!

Diese Informationen sollen denen dienen, die einen Urlaub in den USA für sich selbst planen.
Aber auch für diejenigen, die an Fernweh leiden.
Wer in Gedanken vergangener Reisen schwelgen möchte, bekommt vielleicht noch die eine oder andere Erinnerung an jenes Motel in the middle of nowhere oder die erste Begegnung mit dem Mietwagen, die lustigen Mißverständnisse mit den Einheimischen, das fürchterliche Frühstück in ....

So, nun aber mal viel Spaß und lassen Sie uns ruhig wissen, wenn Ihnen die Informationen gefallen, Sie vielleicht noch die eine oder andere Information zu ergänzen haben oder aber vermissen.

 
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